»Arbeits­zeit­ver­kür­zung für die Ange­stell­ten und Arbei­ter der DB

Mit Wir­kung vom 1. 6. 1958 an ist für die Ange­stell­ten und Arbei­ter der DB die regel­mä­ßige wöchent­li­che Arbeits­zeit unter vol­lem Lohn­aus­gleich von 48 auf 46 Stun­den ver­kürzt wor­den. Die Arbeits­zeit­ver­kür­zung soll grund­sätz­lich keine Min­de­rung des Leis­tungs­an­ge­bots der DB an die Ver­kehrs­nut­zer zur Folge haben. Es wird daher erwar­tet, daß für das bis­he­rige, nach der 48stündigen Arbeits­zeit bemes­sene Ein­kom­men im Rah­men des Mög­li­chen auch in der ver­kürz­ten Arbeits­zeit die bis­he­rige Leis­tung erbracht wird. Wenn es auch einer­seits Ziel ist, das Per­so­nal in den Genuß einer ver­kürz­ten Arbeits­zeit zu brin­gen, so ist es ande­rer­seits aber ange­sichts der ange­spann­ten Wirt­schafts- und Finanz­lage der DB drin­gend gebo­ten, zusätz­li­che Auf­wen­dun­gen aus Anlaß der Arbeits­zeit­ver­kür­zung mög­lichst aus­zu­schlie­ßen. Die Dienst­pläne der Arbei­ter wer­den, soweit irgend mög­lich, der neuen Wochen­ar­beits­zeit von 46 Stun­den angepaßt. Um in der ver­kürz­ten Arbeits­zeit die glei­chen Leis­tun­gen zu erzie­len, sol­len arbeitspa­rende Ratio­na­li­sie­rungs­maß­nah­men nach Maß­gabe der ver­füg­ba­ren Mit­tel mit Vor­rang durch­ge­führt wer­den. Sofern über­gangs­weise Arbei­ter noch in Dienst­plä­nen mit einer Arbeits­zeit von mehr als 46 Stun­den im Durch­schnitt des 7-tägi­gen Zeit­raums ver­wen­det wer­den müs­sen, sol­len über die im sta­tio­nä­ren Dienst anfal­len­den plan­mä­ßi­gen und außer­plan­mä­ßi­gen Mehr­leis­tun­gen der Arbei­ter beson­ders prüf­fä­hige Auf­schrei­bun­gen geführt wer­den, die den Aus­gleich der Mehr­leis­tun­gen durch Frei­zeit oder Lohn erken­nen lassen.

Quelle:

  • Der Eisen­bahn­fach­mann, 32. Jahr­gang, Heft 13; Mainz, 1. Juli 1958

Arbeitszeit

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